Wenn Inklusion lebendig wird: Ein Abend, der mehr war als ein Eishockeyspiel
Eintrag vom: 21.01.2026
Als sich um 17.45 Uhr die Türen der Eisarena öffnen, beginnt der Spieltag richtig. Am VIP-Einlass begrüßen Faye und Bryan Phillip die Gäste. Sie haben sichtlich Spaß an der Aufgabe, lächeln, akkreditieren und sind mittendrin statt nur dabei. In der Pistenbar sorgen Jasmin und Kathryn für einen reibungslosen Service. Das Lob der Gäste lässt nicht lange auf sich warten – und auch die Kolleginnen und Kollegen sind dankbar für die Unterstützung. Im Fanshop verkauft Joy Scarlett Fanartikel an begeisterte Pinguins-Fans. Eine neue Aufgabe, die sie mit großer Freude übernimmt.
Viel Trubel herrscht rund um die Mitmachaktionen. Domenik und Raven Sean sorgen beim Penalty-Schießen für Nervenkitzel und Begeisterung. Viele Fans wagen den Schuss, es gibt tolle Preise zu gewinnen. „Der Stand war immer gut besucht, vor dem Spiel und in den Pausen war immer etwas los bei uns“, sagt Frank Koppenhagen vom Nordic CAMPUS. Sina begleitete das Schätzspiel, wo das Interesse groß war. Sechs originale und von den Spielern signierte Trikots können gewonnen werden, ein Highlight für viele Besucher.
Auch Franziska Römer ist wieder dabei. Mit sichtlicher Freude unterstützt sie den Stadionsprecher, begleitet ihn aufs Eis und erlebt das Spiel aus der ersten Reihe. Ihre Begeisterung ist ansteckend – und zeigt, was möglich wird, wenn Menschen Vertrauen und Chancen erhalten.
Ein weiteres Highlight des Abends spielt sich hinter den Kulissen ab. Drei Teilnehmerinnen, Svenja, Jaqueline und Stefanie, arbeiten direkt mit Magenta TV zusammen. Im Übertragungswagen, beim Moderator und an der Seite der Aufnahmeleiterin erleben sie live, wie eine DEL-Übertragung entsteht. Aufgaben, von denen viele träumen – und die sie mit großem Mut und Engagement meistern.
Die Eindrücke sind überwältigend. „Ich bin einfach nur happy“, sagt Svenja. Stefanie ergänzt: „Das Gefühl ist unbeschreibbar. Ich konnte vor Aufregung fast nicht mehr stehen. Aber ich habe tolle Unterstützung bekommen, der Moderator hat mir Tipps gegeben, danach ging es mit der Aufregung und ich konnte den Spielern selbst Fragen stellen. Das war toll!“. Jaqueline ist fasziniert von der Technik: „Zu sehen, wie viele verschiedene Kamera-Einstellungen es gibt, war beeindruckend.“ Svenja bringt es auf den Punkt: „Ohne den Nordic CAMPUS hätten wir das nie erlebt. Dass wir das erleben konnten, war echt cool!“ Und eine weitere Stimme sagt leise, aber stolz: „Ich freue mich schon darauf, das meinen Eltern zu erzählen. Denn heute habe ich etwas ganz Neues ausprobiert.“
Unterstützt wird der Inklusionsspieltag neben dem Nordic CAMPUS von den Weser Stars sowie zahlreichen weiteren Engagierten, darunter der Inklusionsbeauftragte der Fischtown Pinguins, Thorsten Weber sowie die Fanbeauftragten der Fischtown Pinguins Bonnie Satzinger und Mario Meseke. Gemeinsam tragen sie die Aktion „Inklusion bricht das Eis“ in die Öffentlichkeit.
Auch Dr. Torben Möller, Geschäftsführer des Nordic CAMPUS, zeigte sich hochzufrieden mit dem Verlauf des Inklusionsspieltages: „Es freut mich sehr zu sehen, wie groß die Resonanz und Unterstützung für diesen Tag inzwischen sind. Mit wie viel Herzblut alle Beteiligten dabei sind, unsere Teilnehmer, unsere Mitarbeiter, die Fischtown Pinguins und das Team von Magenta TV, das ist wirklich beeindruckend. Hier ziehen alle an einem Strang. Nach sechs Jahren ist eine echte Identifikation mit dem wichtigen Thema Inklusion entstanden, und genau das macht diesen Inklusionsspieltag so besonders.“
Auch sportlich hatte der Abend alles, was ein Eishockeyspiel braucht: Tempo, Emotionen und Spannung. Die Fischtown Pinguins kämpften vor heimischer Kulisse leidenschaftlich, mussten sich am Ende jedoch den Schwenninger Wild Wings mit 2:5 geschlagen geben. Doch an diesem Abend rückte das Ergebnis fast in den Hintergrund. Der Applaus galt nicht nur den Toren auf dem Eis, sondern vor allem den vielen kleinen und großen Momenten daneben – Momenten, in denen Teilhabe und Zusammenhalt sichtbar wurden.
Der 6. Inklusionsspieltag war ein langer Tag. Aber es war ein Tag, der sich gelohnt hat. Ein Tag voller neuer Erlebnisse, voller Stolz, Mut und neuer Erfahrungen. Und ein Tag, der zeigt: Inklusion ist kein Konzept, sondern etwas, das man erlebt.
Presseberichte
- Beim Pinguins-Spiel hautnah dabei
Nordsee Zeitung, 15.01.2026 - Inklusion bricht das Eis bei den Pinguins
Nordsee Zeitung, 20.01.2026

































